Möhrenfliege an Möhren
Schadbild:
Die Blätter werden rötlich, vergilben und verwelken. Der Möhrenkörper ist von rostbraunen Fraßgängen durchzogen, worin oft noch die 6-8 mm langen, weißen Maden zu finden sind (Eisenmadigkeit).
Schaderreger:
Die Möhrenfliege hat zwei Generationen. Die Fliegen der ersten Generation schlüpfen aus überwinternden Puppen und erscheinen ab Mitte Mai, um dann etwa in der ersten Junihälfte ihre Eier in Erdspalten zwischen den Möhrenpflänzchen abzulegen. Die zweite Fliegengeneration erscheint im August. Die Larven der Möhrenfliege dringen meist von unten über die Wurzeln in den Rübenkörper ein und führen zu den oben beschriebenen Schadsymptomen.
Gegenmaßnahmen:
Wenn möglich, für das Möhrenbeet eine windoffene Lage auswählen. Außerdem die Möhrenreihen so weit auseinanderlegen, dass es zu keinem Reihenschluss kommt (auch Mischkultur). Vor der Kultur keinen frischen Mist oder Kompost einarbeiten. Frühe Möhren, die bis Mitte Juni geerntet sind, werden in der Regel nicht mehr von der Möhrenfliege befallen, weil die erste Fliegengeneration frühestens Anfang Juni ihre Eier ablegt.
Die sicherste Möglichkeit zur Abwehr der Möhrenfliege ist allerdings eine Überdeckung des Bestandes von der Saat bis kurz vor der Ernte mit einem Kulturschutznetz (z. B. Neudorffs SchädlingsschutzNetz). Licht, Luft und Wasser dringen durch dieses Spezialnetz nahezu ungehindert hindurch, so dass es während der gesamten Wachstumsperiode über den Pflanzen verbleiben kann. Ein dauerhafter Schutz vor der Möhrenfliege ist somit gegeben.
Außerdem ist es möglich, vorbeugend ein Streugranulat (Insekten-Streumitteln Nexion Neu) in die Saatreihen einzubringen. Nach dem Schlupf werden die Larven der Möhrenfliege bei Kontakt mit dem Mittel abgetötet. Auch die Ausbringung des Pflanzenstärkungsmittels Bio-Gemüse Streumittel, das ebenfalls zur Saat ausgebracht werden muss, ist möglich. Es soll die Widerstandsfähigkeit der Möhren erhöhen.
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Pflanzenschutzdienst
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Die auf den Packungen angegebenen Anwendungsvorschriften müssen sorgfältig eingehalten werden.