Erweiterung der Mykotoxinanalytik

Rechtzeitig vor der Ernte bietet die LUFA NRW die Untersuchung auf die Fusarientoxine, Deoxynivalenol (DON), Zearalenon (ZEA), Trichothecene Typ A (Summe T2 + HT2) sowie Fumonisin (Summe B1 und B2) mittels Flüssigchromatographie, gekoppelt mit Massenspektrometrie (LC-MS/MS) an.

Bis heute war es sehr aufwendig die entsprechenden Toxine sicher nachzuweisen. Das gängige Verfahren war zeitintensiv und schwierig in der Handhabung. Durch den Einsatz einer modernen Probenvorbereitung und die Bestimmung mittels LC-MS/MS können die Toxine T2, HT2 und Fumonisin nun erstmals sehr zuverlässig und mit hoher Nachweisempfindlichkeit analysiert werden.

Durch den Wissenschaftlichen Lebensmittelausschuss der Europäischen Union (SCF) wurde eine Risikobewertung für die Trichothecene (H2 und HT2) erarbeitet. Dabei wurde die unterschiedliche Wirkungsweise der einzelnen Toxine mit berücksichtigt. Die Trichothecene werden als hautreizend, brechreizend, immundepressiv und nekrotisierend eingestuft.

Der vorläufige Wert für die tolerierbare tägliche Aufnahme (tTDI) wurde für die Summe T2 und HT2 auf 0,06 µg/kg Körpergewicht festgelegt. Zum Vergleich: Der TDI-Wert für DON liegt um den Faktor 16,6 höher bei 1µg/kg Körpergewicht. Grenz- oder Richtwerte für Futtermittel gibt es zurzeit noch nicht.

Bei der Messung mit der LC-MS/MS können die Toxine Don, Zea und T2+ HT2 zusammen erfasst werden, sodass die Untersuchung im Vergleich zu den bisherigen Einzeluntersuchungen kostengünstiger angeboten werden kann.