Maskenvielfalt für AutoFOM-Abrechnungen nimmt zu
Bereits Mitte des letzten Jahres ist wieder Bewegung in die AutoFOM-Abrechnungssysteme gekommen. Das Unternehmen Westfleisch hat im Mai 2004 die Gewichtungsfaktoren für die Teilstücke Schinken-schier und Lachs angepasst, im Juli 2004 und im Januar 2005 änderte Vion (ehemals Bestmeat) einige Elemente der sogenannten Abrechnungsmaske.
Gausepohl in Harsewinkel ist im September 2004 mit AutoFOM gestartet und befindet sich nach eigenen Aussagen noch in der Erprobungsphase mit einem vorläufigen Abrechnungsmodell. Beim Betrieb in Crailsheim datiert die letzte Änderung im August 2003. Böseler Goldschmaus mit seinem Schlachthof in Garrel hat im Dezember 2004 an einigen Schrauben des Abrechnungssystems gedreht. Allein bei Tönnies blieb das Modell zur Abrechung von Schlachtschweinen nach AutoFOM bisher konstant.
Anhand von ca. 470 000 Schlachtdaten aus dem Zeitraum 7 / 04 bis 1 / 05 von Westfleisch und Tönnies werden im folgenden die Auswirkungen der Änderungen und die Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen dargestellt.
Ca. 130 000 Schlachtinformationen stammen von elektronisch gekennzeichneten Einzeltieren, bei denen neben der Abstammung auch das Geschlecht bekannt ist. Der Großteil der Schlachtschweine war mit dem Herkunftsbetrieb (= Mastbetrieb) nach Viehverkehrsverordnung per Schlagstempeltätowierung gekennzeichnet.
In die Auswertungen fließen die Teilstückergebnisse ein, die von allen in Deutschland installierten AutoFOM-Geräten in Verbindung mit dem jeweiligen Schlachtgewicht einheitlich ermittelt werden. Auszahlungspreise, Vorkosten, Ausschlachtungsergebnisse, Erlöse, Bonuszahlungen, unterschiedliche Zahlungsziele etc. werden nicht berücksichtigt.
Schlachtschweine tendenziell etwas leichter
Mit 94,44 kg haben die ausgewerteten Schweine im Vergleich zu früheren Berechnungen ein tendenziell niedrigeres Schlachtgewicht (Tabelle 1). Demzufolge sind auch die ermittelten Teilstückergebnisse etwas niedriger. Die Streuung der Wert bestimmenden Schlachtdaten liegt je nach Teilstück zwischen 8,5 und 10 % (in % des jeweiliges Mittelwertes). Systembedingt ist die Varianz der Teilstückanteile am Schlachtgewicht um 3 bis 4 %-Punkte geringer. Wie in der Vergangenheit weist das Speckmaß nach AutoFOM eine doppelt so große Streuung auf wie die anderen Merkmale.
Die Teilstückergebnisse werden im Abrechnungsmodell mit sogenannten Gewichtungsfaktoren zu Teilstückindices multipliziert und zu einem Gesamtindex aufsummiert. Durch Multiplikation mit einem aus dem Markt abgeleiteten Preisfaktor ergibt sich der Erlös je Schwein. Die Bewertungssysteme der verschiedenen Schlachtbetriebe unterscheiden sich zunächst in den Gewichtungsfaktoren für die Teilstücke Schinken, Lachs und Bauch. Für das Teilstück Schinken erreichen die ausgewerteten Schlachtschweine bei Tönnies im Mittel mit 41,36 Indexpunkten den höchsten Wert (Tabelle 1). Im Vergleich dazu liegen die mittleren Schlachtindices bei Westfleisch, Vion und Crailsheim um ca. 1,3 Punkte darunter. Bösel rangiert mit durchschnittlich 40,77 Schinkenpunkten in der Mitte. Für gleiche Tiere ergibt sich danach bei einem einheitlichen Preisfaktor von 1,45 € / Indexpunkt ein Erlösunterschied von etwa 1,90 € / Schwein, alleine aufgrund der unterschiedlichen Schinkenbewertungen. Die Schinkenbewertung fließt unternehmensunabhängig mit etwa 45 % in den Erlös bestimmenden Gesamtindex ein.
Trotz unterschiedlicher Bewertungen sind die mittleren Unterschiede zwischen den Unternehmensmodellen beim Teilstück Lachs deutlich geringer. Die Differenz beträgt max. 0,3 Punkte, entsprechend bei 1,45 € / Indexpunkt max. 0,44 € / Schwein.
Der Lachs bestimmt etwa 25 % des Gesamtindex. Mit durchschnittlich etwa 15 % ist der Bauch am Gesamtindex beteiligt. Die max. Bewertungsunterschiede liegen bei 0,65 Punkten. Von Bedeutung ist jedoch, dass die Streuung sowohl beim Lachsindex als auch bei Bauchindex erheblich größer ist als beim Schinken.
Gewichtungsfaktoren sehr unterschiedlich
Die Schlachtunternehmen leiten nach eigener Aussage die Bewertungsfaktoren für die Teilstücke aus den Vermarktungsmöglichkeiten auf der dem Schlacht- und Zerlegebetrieb nachgelagerten Handelsstufe ab. Dem unterschiedlichen Vermarktungsgeschehen der Unternehmen folgend gestalten sich die Bewertungsfaktoren entsprechend verschieden (Tabelle 2).
Für jedes Teilstück gibt es einen Standard- oder Normbereich mit dem jeweils höchsten Bewertungsfaktor (Tabelle 2, graue Felder). Über- und Unterschreitung führen zu niedrigeren Faktoren. Unterschiedliche Abstufungen zwischen den Schlachtbetrieben gibt es beim Schinken und zum Teil auch beim Lachs und beim Bauch.
Bis 19 kg Schinken-schier werden die Schinken bei Tönnies am besten bewertet, von 19 bis 20,5 kg bewertet Bösel am höchsten und ab 20,5 kg liegt der Bewertungsfaktor beim Moksel-Betrieb in Crailsheim an der Spitze (Abbildung 2). Die Unterschiede zeigen sich auch in der Verlaufskurve der Schinkenindices in Abhängigkeit vom Schlachtgewicht (Abbildung 3).
Ein 19,5 kg schwerer Schinken trägt bei einem einheitlichen Preisfaktor von 1,45 € / Indexpunkt in Crailsheim (Faktor 2,17) mit 61,36 € zum Erlös eines Schweines bei, beim Böseler Goldschmaus-Programm dagegen liegt der Erlös bei gleichem Preisniveau um 5 € höher (Faktor 2,35). Daraus kann aber noch keine Entscheidung für eine gezielte Belieferung des entsprechenden Schlachtbetriebes gezogen werden. Auch wenn das Gros der Schlachtschweine der Normalverteilung folgend sich mit den Schinkengewichten um den mittleren Wert von 17,8 kg gruppiert, gibt es bei jeder Schlachtpartie Schlachtschweine, die außerhalb des Standardbereiches liegen und mit Punktabzügen belegt werden. Vermarktungsziel muss es daher sein, möglichst viele Schweine in den Standardbereich zu platzieren, um die Verlustpunkte zu minimieren. Verlustpunkte sind diejenigen Indexpunkte, die durch Über- oder Unterschreiten der Systemgrenzen verloren gehen.
Das zweitwichtigste Teilstück für den Erlös des Schweines ist der Lachs. Den dargestellten Modellen gemeinsam ist die Untergrenze des sogenannten Standardbereichs. Er beginnt bei 6,19 bzw. 6,2 kg Lachs, und bis dahin wird das Teilstück einheitlich mit 2,8 bewertet. Zwischen 6,2 und 7,8 kg variieren die Bewertungsfaktoren (nur) zwischen 3,5 und 3,45 kg. Ab 7,8 kg Lachs kommen die Schweine bei Westfleisch mit dem Faktor 3,25 am schlechtesten und bei Vion und Bösel mit 3,5 am besten weg (Abbildung 4).
Statistisch gesehen liefern immerhin etwa 16 % der ausgewerteten Schlachtschweine Lachsgewichte von über 7,8 kg. Bei 8 kg Lachs beträgt der Erlösunterschied knapp 3 € pro Schwein (bei 1,45 € / Indexpunkt).
Die Bauchbewertung wird aus dem Anteil des Muskelfleisches im Bauch abgeleitet. Während die Bewertungen im mittleren Bauchfleischanteil (BFL) nahezu gleich sind, scheinen Vion und Bösel bessere Verwertungsmöglichkeiten für Bäuche mit weniger als 45 % BFL zu haben, was sich am Bewertungsfaktor von 0,7 ablesen lässt, der 0,2-Punkte über dem der anderen Schlachtbetriebe liegt. Ein Erlösunterschied von über 4 € / Schwein ist bei einem Preisfaktor von 1,45 € / kg Indexpunkt und 15 kg Bauch die Folge.
Neben den abgestuften Teilstückfaktoren wenden die Schlachtunternehmen weitere Systemgrenzen an. Von großer Bedeutung sind Schwellenwerte beim Schlachtgewicht. Die Untergrenzen, ab denen in den Abrechnungen je Schwein 1 Punkt / kg-Abweichung abgezogen werden, variieren zwischen 75 und 84 kg. Im ausgewerteten Datenmaterial liegen etwa 7 % unter der Gewichtsgrenze 84 kg und ca. 1 % unter 75 kg.
Darüber hinaus wenden Crailsheim und Bösel auch noch eine Obergrenze bei 110 kg Schlachtgewicht an, ab der ebenfalls jeweils 1 Indexpunkt / kg-Abweichung abgezogen wird (1,5 % der ausgewerteten Tiere).
Beide Schlachtgewicht bezogenen Systemgrenzen sind dem AutoFOM-System nicht konform und bilden neben den Teilstückgrenzwerten eine zweifache Gewichtsreglementierung.
Vion und Bösel garantieren darüber hinaus ab 80 kg bzw. ab 84 kg Schlachtgewicht eine sogenannte Preisabsicherung in Höhe von 0,85 bzw. 0,80 Indexpunkte / kg Schlachtgewicht, setzen gleichzeitig aber eine Obergrenze von maximal 1,03 Indexpunkten.
Allen Elementen des Abrechnungssystems gemeinsam ist das Signal an die Praxis, möglichst einheitliche Schlachtpartien zu verkaufen. Zur Beurteilung der Einheitlichkeit / Standardisierung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Einen ersten Überblick über die Schärfe der einzelnen Abrechnungsmodelle gibt das Merkmal “Verlustpunkte“ sowie dessen Zusammensetzung (Abbildung 5).
Die Verlustpunkte liegen im Mittel zwischen 3,2 und 5,31 Punkten, was bei 1,45 € / Indexpunkt immerhin einen durchschnittlichen Erlösnachteil in Höhe von 4,60 bis 7,70 € je Schwein bedeuten kann. Dieser Betrag ist durch Schlachtkörper begründet, die eine oder mehrere der bereits beschriebenen Systemgrenzwerte, bis zu denen bzw. ab denen die höchsten Bewertungsfaktoren angewendet werden, über- oder unterschreiten. Mit durchschnittlich 1,38 bis 2,49 Punkten erklären zu fette Bäuche ca. 44 – 61 % der gesamten Verlustpunkte, zu schwere Schinken sind für 11 % bis 34 % verantwortlich, zu leichte Lachse erklären weitere 11 % bis 18 %. Im Einzelfall zu hohe Lachsgewichte und zu schwere Bäuche (über 16 kg) sowie Gewichtsabweichungen vervollständigen die ermittelten durchschnittlichen Verlustpunkte. Nur im Böseler-Modell sind weitere etwa 10 % der Verlustpunkte durch zu leichte Schinken erklärt. Die hohen mittleren Gesamtverlustpunkte beim Böseler-Programm resultieren aus der hohen Bewertung (Faktor 1,1) bei Bäuchen ab 56 % BFL. Jede Abweichung davon wird dann kalkulatorisch als Verlustpunkt gewertet (Tabelle 2).
Das Merkmal Verlustpunkte eignet sich aber in erster Linie zur Beurteilung des einzelbetrieblichen Verkaufsmanagements innerhalb eines Schlachtbetriebes. Zum Vergleich der Abrechnungsmodelle zwischen den Abnehmern geben die Verlustpunkte kein abschließendes Bild, weil die Grenzwerte und die verwendeten Bewertungsfaktoren sehr unterschiedlich sind.
Indexpunkte / kg Schlachtgewicht, der Parameter der Wahl !
Sämtliche bewertungsrelevanten Faktoren, Abstufungen, Systemgrenzen,
Gewichtsgrenzen und Preisabsicherungen werden bei der Ermittlung des Merkmals “Index-punkte / kg
Schlachtgewicht“ gleichzeitig berücksichtigt. Dieses Merkmal ist
daher
am ehesten geeignet, die Modelle miteinander zu vergleichen.
Auf der Grundlage der ausgewerteten Schlachtdaten bewertet das Unternehmen Tönnies die Schweine mit Ø 0,970 Punkten / kg Schlachtgewicht am besten, gefolgt von Bösel mit 0,963, Vion mit 0,961, Westfleisch mit 0,958 und Crailsheim mit 0,953 (Abbildung 6). Erwartungsgemäß werden die Schlachtkörper der weiblichen Schweine deutlich besser bewertet als die der Kastraten. Die relativ günstige Bewertung der weniger fleischreichen Kastratenbäuche bei Bösel und Vion verringert hier den Abstand zum Tönnies-Modell (Abbildung 7). Die Standardabweichung liegt bei allen Modellen bei etwa 0,4 Punkten.
Kalkuliert man diese Indexpunkte je nach Marktniveau mit verschiedenen Preisfaktoren (€ / kg Indexpunkt) weiter, so ist daraus die erforderliche Erlösdifferenz abzuleiten, die notwendig ist, um die Masken bedingten Nachteile gegenüber Tönnies auszugleichen (Abbildung 8). Kalkulatorisch müsste danach die Westfleisch bei einem Preisniveau von 1,40 € / Indexpunkt 1,7 Eurocent je kg Schlachtgewicht mehr auszahlen, Vion entsprechend 1,2 Eurocent, Crailsheim 2,3 Eurocent und Bösel 1,0 Eurocent je kg Schlachtgewicht. Bei steigendem bzw. sinkendem Preisniveau liegen diese Beträge entsprechend höher oder niedriger. Neben dem Preisfaktor können darüber hinaus weitere Erlös bestimmende Elemente diesen kalkulatorischen Unterschied verändern, insbesondere die Bonuszahlungen einiger Unternehmen.
Wo liegt das optimale Vermarktungsgewicht
Ginge es allein um den Schinken, müssten die Schlachtschweine mindestens 100 kg Schlachtgewicht aufweisen. Bis dahin steigen die Verlaufskurven des Teilindex Schinken unternehmensunabhängig stetig an und fallen danach leicht ab (Abbildung 3). Nach dem Modell Crailsheim werden die Schinken insgesamt ungünstiger, die extrem schweren Schinken aber weniger stark reglementiert. Folge ist eine stagnierende Verlaufskurve für den Teilindex Schinken auch über 100 kg Schlachtgewicht.
Unterstellt man, dass die weiblichen Tiere fleischreichere Schlachtkörpertypen repräsentieren und die Kastraten zu den weniger fleischreichen zählen, so lassen sich auf der Grundlage der Daten von den elektronisch gekennzeichneten Einzeltieren Empfehlungen für das optimale Schlachtgewicht in Abhängigkeit von der Fleischfülle ableiten (Abbildung 9 und 10).
Bisher galt die Beratungsempfehlung, fleischbetonte Schlachtschweine für AutoFOM eher etwas früher zu vermarkten, um die höchsten Indexpunkte je kg Schlachtgewicht zu erzielen. Bis auf Bösel beginnt bei allen Modellen das Plateau mit den höchsten Indexpunkten für die weiblichen Tiere bei etwa 87 / 88 kg Schlachtgewicht und bleibt auf diesem Plateau bis etwa 92 / 93 kg. Bei den Kastraten beginnt das Plateau erst bei 90 kg und reicht bis etwa 95 / 96 kg. Die Verlaufskurve flacht insbesondere ab etwa 100 kg Schlachtgewicht schnell ab. Deutlich nach rechts hin zu höheren Schlachtgewichten zeigt die Verlaufskurve beim Modell in Bösel. Die Bedeutung des Schinkens am Gesamtindex kombiniert mit überdurchschnittlichen Bewertungsfaktoren sind die Gründe für diesen Effekt. Nachteile in der Bauchverfettung bei hohem Schlachtgewicht werden offensichtlich überkompensiert.
Auf der Basis der vorliegenden Modelle liegen die Empfehlungen für weibliche und männliche Tiere jetzt etwas näher zusammen, bleiben dem Grunde nach aber bestehen: Kastraten (fleischärmere) etwa 2 bis 3 kg schwerer (ca. 1 Woche) mästen.
Schweine nach Schlachtgewicht gezielt anliefern ?
Im Durchschnitt erzielen die Schlachtschweine nach dem Tönnies-Modell die höchsten Indexpunkte, was bei gleichen Preisfaktoren zu erheblichen Erlösunterschieden führen kann. Die Unterschiede sind aber nicht in allen Schlachtgewichtklassen im gleichen Maße anzutreffen. Im mittleren Bereich zwischen 85 und 100 kg Schlachtgewicht liegen die Nachteile gegenüber Tönnies zwischen 0,009 (Bösel) und 0,018 (Crailsheim). Pro Schwein bedeuten diese Differenzen kalkulatorische Erlösnachteile zwischen 1,22 bis 2,45 € / Schwein (Preisfaktor 1,45 € / Indexpunkt) (Abbildung 11). Deutlich werden dabei auch die extremen Auswirkungen der unterschiedlichen Gewichtsgrenzen, die zu erheblichen Abzügen in einigen Unternehmen führen.
Ab 97 kg Schlachtgewicht haben die Schweine nach dem Böseler-Modell Vorteile, die bis 0,02 Indexpunkte / kg Schlachtgewicht betragen können, bei 103 kg Schlachtgewicht und 1,45 € / kg Indexpunkt fast 3 € / Schwein !
Fazit:
- Die Abrechnungsmodelle nach AutoFOM zwischen den Unternehmen werden immer
unterschiedlicher. Eine vergleichende Bewertung ist ohne EDV-Unterstützung
nicht mehr möglich.
- Verschiedene “Standardbereiche“, Abstufungen der Bewertungsfaktoren,
Gewichts- und Systemgrenzen sowie Preisabsicherungen führen zum Teil
zu erheblichen Differenzen in der Bewertung der Schlachtkörper.
- Die mittleren Unterschiede zum Tönnies-Modell, bei dem die Schlachtkörper
am besten bewertet werden, liegen
Die Differenzen sind abhängig vom Schlachtgewicht. Bei einheitlich 1,45 € / Indexpunkt und 94 kg Schlachtgewicht liegen die Erlösnachteile zwischen rund 1 bis 2,3 € / Schlachtschwein.bei Westfleisch bei – 0,012 bei Vion bei – 0,009 bei Crailsheim bei – 0,017 bei Bösel bei – 0,007.
- Die dominierende Bedeutung des Schinkens sollte Anreiz sein, möglichst
viele Schweine im Normbereich zu platzieren. Auch leichte Überschreitungen
des 1. Schwellenwertes sind zu tolerieren. Nachteile in den Bauchbewertungen
sind im gewissen Ausmaß in Kauf zu nehmen.
- Die bisherigen Empfehlungen, fleischreiche Schweine eher etwas früher (bis 92 / 93 kg Schlachtgewicht) und fleischärmere eher etwas später (ab 95 kg) zu vermarkten, bleibt vom Grundsatz her bestehen, obwohl die Unterschiede geringer werden.